Baustart für schnelles Internet im Werra-Meißner-Kreis

Seit dem 13. September 2016 rollen die Bagger für den Breitbandausbau im Werra-Meißner-Kreis. Drei Orte im Nordkreis werden zuerst versorgt.

Drei Tage lang konnten einige Bewohner in Roßbach kürzlich weder telefonieren noch im Internet surfen. Der Grund: Wie viele Ortschaften auf dem Land ist auch der Witzenhäuser Stadtteil nur an eine Grundversorgung angeschlossen, die über Funk läuft. Damit sorgte der Werra-Meißner-Kreis vor neun Jahren als erster Landkreis bundesweit schnell und preisgünstig für flächendeckendes Internet. Nachteil: Die Funkverbindung kann durch zahlreiche Außeneinflüsse beeinträchtigt werden.Mit dem am Dienstag gestarteten Breitbandausbau in Nordhessen sollen solche Probleme Ende 2019 der Vergangenheit angehören.

Gestern wurde in Rommerode der Spatenstich für den Werra-Meißner-Kreis gesetzt. Zeitgleich mit dem Großalmeröder Ort soll im Hessisch Lichtenauer Stadtteil Hirschhagen mit der Verlegung von Glasfaserkabeln begonnen werden. Und auch im Nachbarort Friedrichsbrück soll der Breitbandausbau noch in diesem Jahr beginnen.

„Bis Ende 2018 wird ein Großteil der Regionen mit schnellem Internet versorgt sein“, sagt Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen.

An dem europaweit größten Infrastrukturprojekt im Bereich Breitband mit einem Volumen von 125 Millionen Euro sind außerdem die Kreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder beteiligt. Gut 2000 Kilometer Glasfaserkabel (400 im Werra-Meißner-Kreis) sollen verlegt werden, mehr als 100 noch in diesem Jahr. 570 Ortsteile (über 100 im Werra-Meißner-Kreis) sollen vom Ausbau profitieren - darunter auch Roßbach.

Quelle: © 2016 Breitband Nordhessen GmbH

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