Kanalisation

In den verschiedenen Stufen der Sprengstoffproduktion entstanden sehr saure Abwässer. Diese Abwässer mußten getrennt abgeleitet werden, um chemische Reaktionen, vor allem Explosionen zu verhindern. Es wurden fünf verschiedene Kanalisationsnetze angelegt.

- Ein Kanalisationsystem leitete das Regenwasser und nur leicht verschmutzte Abwässer in den Kühlteich.
- Ein Kanalisationssystem leitete stark verschmutztes Mischabwässer ab.
- Die drei weiteren Kanalisationssysteme dienten zur getrennten Abführung von Produktionabwässern.

Bis zur Fertigstellung der Neutralisation (Kläranlage) im Jahre 1941 (Nr. 217, 317, 318) gelangten die Produktionsabwässer vollkommen ungeklärt in die Losse, dies geschah am Bahnwärterhäuschen Fürstenhagen, Steinbach oberhalb Fürstenhagen und dem Rohrgraben unterhalb von Waldhof.
Ab 1940 konnte ein Teil der ungeklärten Abwässer durch einen 22 km langen Kanal nach Kassel direkt in die Fulda eingeleitet werden. Mit der Verlegung der Mündung des Rohrgrabens und dem Bau der Kaskaden sollte die Schadstoffkonzentration im oberen Teil der Losse verringert werden.

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