Besitzverhältnisse

Die Dynamit-Aktien-Gesellschaft, vormals Alfred Nobel & Co. (D.A.G.), Troisdorf hatte das Werk im Auftrag des Oberkommandos des Heeres (OKH) geplant.
Nach Fertigstellung einzelner Bauabschnitte durch die D.A.G. wurden diese durch das OKH abgenommen und der Bauherrin/Eigentümerin Montan Industriewerke GmbH (MONTAN) übergeben. Die 1916 gegründete Firma MONTAN wurde 1934 im Auftrag des OKH durch hohe Beamte erworben um treuhänderische Aufgaben bei der Verwaltung, Vermietung und Verpachtung reichseigener Anlagen zu übernehmen.

Betrieben wurde das Werk von einer 100%igen Tochter der D.A.G. mit dem Namen Fabrik Hess. Lichtenau zur Verwertung chemischer Erzeugnisse (Verwert-Chemie). Offiziel verpachtete die reicheigene MONTAN das Werk an die Verwert-Chemie. Das bedeutet, dass die gesamte Fabrik der Montan gehörte und damit Reichseigentum war. Das Umlaufsvermögen gehörte hingegen der Verwert-Chemie. Die D.A.G. stellte nach außen hin nur ihr Wissen in der Sprengstoffproduktion zur Verfügung.

Bei Kriegsende gehörte jedoch etwa ein Viertel des gesamten Werks direkt der D.A.G., da ab 1943 keine offizielle Übergabe mehr von der D.A.G., die die Anlagen neu errichtete an MONTAN erfolgte.

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