Die Nitropenta Verarbeitung

Im Werk Hess. Lichtenau wurde Nitropenta aus anderen Werken der Verwert-Chemie verarbeitet. Nitropenta diente in erster Linie der Herstellung von Zündladungen und ist ein hochbrisanter Sprengstoff. Mit Sprengkabseln versehene Aluminiumhülsen wurden von Hand mit Nitropenta befüllt, gebörtelt und anschließend verpreßt. Hierzu dienten die Pressengebäude mit den 300er Nummern im westlichen Teil des Werksgeländes. Alleine im August 1944 wurden 950.000 große Zündladungen in Hess. Lichtenau gefertigt.

Am 17.03.1941 zerstörte eine Explosion ein Nitropenta-Zwischenlager vollständig. Anstelle des Gebäudes (Nr. 370) gähnte ein tiefer Krater, von den 15 Arbeitern konnte keine Spur mehr gefunden werden.

Der abschließende Bericht des Rüstungskommandos Kassel stellte fest: "Die Bauweise, sowie die räumliche Entfernung der einzelnen Fertigungsstätten hat sich insofern bewährt, als größere Zerstörungen umliegender Fabrikationsgebäude vermieden wurden."

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