Sicherheitsmaßnahmen und Werksschutz

Das gesamte Werksgelände war von einem hohen Zaun mit Stracheldraht umgeben und Wachposten patrolierten diesen ab. Der Zugang zum Werk war nur an einigen wenigen Eingängen möglich. Hervorzuheben sind der Haupteingang bein Verwaltungsgebäude mit dem Großen Wendeplatz für Busse, die sogenannten "Langen Hessen" transportierten Arbeiter aus umliegenden Dörfern zum Werk. Viele Arbeiter aus denn näher liegenden Dörfern und Barrackenlagern erreichten das Werk zu Fuss.

Arbeiter aus Helsa, Eschenstruth und dem neu errichteten Lager Waldhof kamen durch das Waldhof-Tor (Abb. 3.1) ins Werk.

An den Eingängen bekamen die Arbeiter nach Unterschrift eine Kennkarte ausgehändigt die ständig sichtbar getragen werdenmußte. Anhand dieser Kennkarte konnte der Werksschutz erkennen wo der jeweilige Arbeiter seinen Arbeitzplatz hatte und welchen Weg von und zu diesem er benutzen durfte. Das verlassen des Arbeitsplatzes war nur zu den Pausen erlaubt wo die Arbeiter auf festgelegten Wegen zu den Sozialgebäuden gingen.Nur wenige Leute hatten einen Überblick über das ganze Werksgelände mit seinen Produktionsanlagen.

Alle Arbeiter waren unter Strafandrohung zum Stillschweigen über ihre Arbeit und das Werk verpflichtet. Auch den Bewohnern der umliegenden Dörfer wurde mit schweren Repressalien gedroht für den Fall dass das Sprengstoffwerk ein allzu öffentliches Thema sein sollte.

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